Bis zu 1.500 Euro für verbesserten Einbruchschutz fürs Haus 00.00.0000 00:00

Die Zahl der Einbrüche ist im Jahr 2014 bundesweit zwar nur geringfügig angestiegen. In einigen Regionen ist es jedoch im letzten Jahr zu einem sprunghaften Anstieg der Einbruchdiebstähle gekommen. Für Bayern (+28 Prozent), Baden-Württemberg und Saarland (jeweils +19 Prozent) ist die Entwicklung sogar alarmierend. Nun will die Regierung Schutzmaßnahmen gegen Einbrüche an Haus und Wohnung mit insgesamt 30 Millionen Euro fördern. So soll die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zukünftig auch separat Zuschüsse zu Investitionen für den Einbruchschutz an Haus und Wohnung vergeben können. Bisher war das nur möglich, wenn der Einbau von einbruchsicheren Fenstern oder Türen sowie von Alarmanlagen zusammen mit der altersgerechten oder energetischen Sanierung von Wohnraum stattfand.

Update 20. November 2015: Die KfW- Förderung für Maßnahmen zum Einbruchschutz kann ab sofort in Anspruch genommen werden, wie das Bundesbauministerium mitteilte. Die KfW nimmt nun Anträge an.

Einbruchschutz für Haus und Wohnung wird mit bis zu 1.500 Euro gefördert

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat für 2015 sowie die beiden kommenden Jahre jeweils 10 Millionen Euro für die Förderung von Einbruchschutz am Haus freigegeben. Dabei können nicht nur Wohneigentümer Zuschüsse beantragen. Auch Mieter erhalten bis zu 1.500 Euro für die Materialkosten, wobei die Förderung maximal 20 Prozent der Investitionen ausmacht. Anspruch auf die Förderung gibt es ab einer Investition von 500 Euro für vergitterte Fenster, sichere Schlösser und andere Verbesserungen beim Einbruchschutz des Hauses. Darüber hinaus können Mieter und Eigentümer wie gehabt bis zu 1.200 Euro für die Arbeitsleistungen der Handwerker steuerlich absetzen.

Die Zuschüsse werden allerdings nicht unbegrenzt gewährt. Wenn das Geld für das jeweilige Jahr aufgebraucht ist, stoppt die Förderung. Dabei gilt der Eingang der Anträge bei der KfW. Ab welchem Datum Anträge gestellt werden können, muss das Bundesbauministerium dabei noch festlegen.

Einbruchschutz fürs Haus ist mehr als nur finanzielle Sicherheit

Verstärkte Sicherheitsmaßnahmen schützen nicht nur das eigene Hab und Gut. Auch für die eigene Sicherheit wird gesorgt. Denn in etwa zwanzig Prozent der Einbruchsfälle ist während der Tat jemand zuhause. Kommt es zu einer Konfrontation zwischen Einbrecher und Bewohner, sind gewalttätige Auseinandersetzungen nicht auszuschließen. Nicht zu unterschätzen sind neben möglichen körperlichen Schäden auch die psychologischen Auswirkungen eines Wohnungs- oder Hauseinbruchs. Viele Betroffene leiden noch Wochen und Monate nach der Tat unter Angstzuständen. Jeder Zehnte entschließt sich nach einem Einbruch zu einem Umzug, um sich wieder sicherer zu fühlen.

Verstärkte Türen, eine Alarmanlage oder andere Formen des Einbruchschutzes geben dabei nicht nur ein Stück Sicherheit zurück. Viele Einbrecher versuchen erst gar nicht in eine Wohnung einzudringen, wenn diese beispielsweise neben einem normalen Sicherheitsschloss zusätzlich durch Riegel geschützt ist.

Falls es doch zum Einbruch kommt: Wer zahlt für Schäden?

Auch wenn Hausbesitzer und Mieter durch diverse Maßnahmen das Risiko vermindern können, so lässt sich ein Einbruch niemals komplett ausschließen. Zumindest finanzielle Sicherheit bietet für einen solchen Fall eine Hausratversicherung. Diese kommt zum einen für das Diebesgut auf. Zum anderen bezahlt sie auch Reparaturen an Türen oder Fenstern, ersetzt beschädigte Schlösser und kommt sogar für Vandalismusschäden auf, die im Rahmen des Einbruchdiebstahls entstanden sind.

Quelle: finanzen.de